Wer's glaubt, wird selig …
Das ist ´ne wirklich spannende Frage. Und zuerst sollten wir hier mal klären, wo das Wort überhaupt herkommt. Ist nämlich schon ziemlich alt. Sozusagen antik, aber deshalb nicht verstaubt. In der Übersetzung des griechischen Hauptwortes »pistis« hat das deutsche Wort Glaube die Bedeutung von Vertrauen und Treue. Das klingt schon mal gut – und ist es womöglich auch. Das hat `ne Bestimmung und klingt nicht so schwächelnd wie »ich weiß nicht«.
Glaube ist demnach also was Starkes. Glauben heißt, ich verlasse mich auf etwas oder auf jemanden. Auch wenn ich es nicht »fassen« kann, wenn es nicht »handgreiflich« ist. Auch wenn es meinem Blick, meinen Augen verborgen bleibt, bin ich treu. Das klingt zu allererst nach Herzensangelegenheit. Das hat mit (menschlicher) Hoffnung zu tun und erstmal so gar nichts mit Religionszugehörigkeit oder Konfession.
Im Paulus-Brief an die Hebräer, Kapitel 11, Vers 1, findet sich hierzu bestätigend folgendes:»Es ist aber Glaube Grundlage des Erhofften, ein Überführtsein von nicht schaubaren Dingen.«
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